Liebe Sonnenblume, liebe Lilli
Ein spannendes Thema, zu dem ich gerne ein paar Worte verfassen möchte, wie ich die Sehnsucht sowohl in der physischen als auch aus der geistigen Welt wahrnehme. Es sind Emotionen, die ich in den Readings erlebt und auf meine Weise so interpretiere.
Die Sehnsucht, die wir nach unseren lieben Verstorbenen empfinden, unterscheidet sich grundlegend von der Sehnsucht, die in der geistigen Welt existiert. Es ist meine Überzeugung, dass unsere Verbindungen zu denjenigen, die von uns gegangen sind, weiterhin bestehen bleiben. Diese Bande, die zu Lebzeiten geknüpft wurden, werden nicht einfach durch den Übergang in die geistige Welt zerrissen. Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass es in der geistigen Welt weder Raum noch Zeit gibt; alles wird durch feinstoffliche Energie wahrgenommen.
In der physischen Welt ist unsere Sehnsucht oft geprägt von dem Wunsch nach körperlicher Nähe – Umarmungen, Gespräche und gemeinsam verbrachte Zeit. Diese Momente sind hier und jetzt für uns nicht mehr greifbar, was die Sehnsucht verstärkt. Wir vermissen die physische Anwesenheit unserer Lieben, die uns Trost und Geborgenheit schenkte.
In der geistigen Welt hingegen, wo Raum und Zeit keine Rolle spielen, ist die Wahrnehmung ganz anders. Unsere Verstorbenen sind immer an unserer Seite, weil die Verbindung auf einer feinstofflichen Ebene weiterbesteht. Diese Präsenz bedeutet, dass sie keine Sehnsucht im selben Sinne empfinden wie wir. Sie sind uns nahe und können uns spüren, wann immer sie möchten. Diese Nähe sorgt dafür, dass sie keine Sehnsucht empfinden, da sie ja stets bei uns sein können.
Das Spannende daran ist, dass es die Sehnsucht in der geistigen Welt sowohl gibt als auch nicht gibt. Ich würde es eher so beschreiben, dass unsere Lieben den Wunsch, uns nahe zu sein verspüren, jedoch können sie diesen Wunsch sofort erfüllen. Sie sind uns nahe und fühlen diese Geborgenheit, die in der physischen Welt durch Raum und Zeit oft verwehrt bleibt.
So sind sie immer bei uns und erleben keine Trennung im eigentlichen Sinne. Diese kontinuierliche Nähe und das Gefühl der Verbundenheit machen die Art der Sehnsucht in der geistigen Welt zu etwas völlig anderem als das, was wir in unserer physischen Existenz erfahren. Während wir die körperlichen Aspekte der Verbindung vermissen, wissen unsere Lieben, dass sie uns immer nahe sein können – und das lindert ihre Sehnsucht auf eine Art und Weise, die wir hier auf Erden vielleicht nur erahnen können.
Herzlichst, Nicole
